Bauchtrage ist nicht gleich Bauchtrage!

von: Esther am: Dienstag, 16.03.2010

Am letzten Wochenende sind wir noch mal aufgebrochen, um die letzten Besorgungen fürs Babyzimmer zu machen.

Es war ein Marathon durch die Möbelhäuser, und es schien, als hätten sich alle Schwangeren der Welt für dieses Vorhaben verabredet. Umgeben von Bäuchen in den unterschiedlichsten Ausmassen schoben wir uns also mehr oder weniger erfolgreich durch die Gänge.

Zuletzt waren wir dann wieder in einem Babyeinrichtungshaus. Gerade noch rechtzeitig  fiel mir ein, dass ich von meiner Schwester irgendwann eine Babybjörn Tragevorrichtung bekommen habe und gar keine mehr besorgen muss. Ich war heilfroh, mich nach unserem Marathon nicht noch mit der Auswahl einer Tragevorrichtung beschäftigen zu müssen.

Zu Hause angekommen, ging ich gleich auf die Suche nach dieser Trage. Im Keller wurde ich tatsächlich fündig und probierte das gute Stück sofort aus. Besser gesagt, ich probierte es an André aus, denn bei meinem derzeitigen Bauchumfang ist es quasi unmöglich, etwas umzuschnallen. Doch dann beging ich einen „grossen Fehler“! Da wir keine Anleitung mehr für die Trage hatten, ging ich ins Internet, um die verschiedenen Tragemöglichkeiten herauszufinden: Böser Fehler!!!

Nach einer halben Stunde war ich nicht nur reicher an Wissen über die verschiedenen Positionen, in denen man sein Kind im Babybjörn tragen kann. Ich wusste auch, dass die Sitzposition in dieser speziellen Trage speziell für Jungs nicht gerade ideal ist, denn sie können nicht im gewünschten Hüftspreizsitz sitzen. Ausserdem würde das ganze Gewicht auf den Schultern verteilt werden und somit für den Träger nicht gerade bequem sein. Natürlich waren im Netz auch reichlich Ratschläge für bessere Tragemöglichkeiten zu finden. Diese reichten von Tragetüchern, über Ergo Baby Carrier bis hin zur Marsupi Bauchtrage.

Soviel zu: "Toll, wir haben ja bereits einen Babybjörn von meiner Schwester und brauchen uns damit nicht mehr beschäftigen!"

Vielleicht probier ich es dann einfach doch erst mal mit dem altbewährten Tragetuch, da kann man wohl am wenigsten falsch machen, ausser dass man sich eventuell in den vielen Schlaufen und Endstücken total verheddert.

 

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Babypflegekurs

von: Andre am: Freitag, 12.03.2010

Der letzte Baustein der Geburtsvorbereitung ist nun auch geschafft! Wir sind werdende Weltmeister im Wickeln, Baden und in der Nabelpflege.

Dieser Kurs hat mir erstaunlicherweise gut gefallen, zum einen, weil die Inhalte für mich wirklich interessant waren. Esther hat ja schon etwas mehr Erfahrung, was das Thema Wickeln angeht, bei mir sieht das jedoch noch ganz anders aus.

Grundsätzlich geht es mir wie wohl den meisten Männer, nämlich, dass man Angst hat etwas falsch zu machen, etwas „kaputt zu machen“. Somit war es mal gut, einen ersten Eindruck vom Wickeln zu bekommen, auch wenn wir nicht am lebenden Objekt üben konnten. Die Information, dass man das Wickeln und Baden während des Aufenthaltes im Krankenhaus mindestens zehn Mal üben wird, hat mich zumindest beruhigt.

Ein wirkliche Bereicherung des Kurses war aberr die sehr nette Kinderkrankenschwester mit einem leichten Akzent, der jedoch deutlich zur Entspannung der Veranstaltung beigetragen hat. Ihre Empfehlungen waren unkompliziert und praktisch. Man solle das Baby nicht permanent auf den Hinterkopf legen, sondern auch auf der Seite und unter Beobachtung auf dem Bauch schlafen lassen, erklärte sie zum Beispiel damit, dass sonst die Gefahr eines „Gurkenkopfes“ bestehe. Das leuchtet doch ein, oder?

Ich bin auch ein bisschen stolz auf mein neu erworbenes Wissen. Einen Tipp habe ich sogar noch eingebracht, der eigentlich von der Hebamme meiner Schwägerin kommt, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Um das Kind zu baden, braucht es am Anfang nur Wasser. Dies insbesondere, wenn die Haut normal aussieht. Bei Trockenheit kann man etwas Öl in das Wasser geben und das wars dann. Am besten nimmt man Olivenöl, das ist gut für die Haut, fast in jedem Haushalt zu finden und somit äusserst praktisch.

 

Tags: Babypflege
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Elternbesuch

von: Esther am: Mittwoch, 10.03.2010

Letztes Wochenende waren meine Eltern das letzte Mal vor der Geburt bei uns zu Besuch. Sie reisten mit Sack und Pack zu uns nach Zürich und wenn ich hier mit Sack und Pack schreibe, dann meine ich das auch so!!!

Ihr Auto war bis oben hin beladen, und das noch nicht einmal mit ihren Reiseutensilien, sondern mit einer ganzen Menge Babyausstattung. Das meiste waren Leihgaben meiner Schwester, die bereits eine 2jährige Tochter hat.

Da hiess es erst einmal Material sichten und irgend wie, besser gesagt irgendwo, unterbringen. Nachdem dann alles gewaschen und verstaut war, konnten wir uns dann dem gemütlichen Teil des Besuchs widmen und stellten dabei fest, dass das hier wohl das letzte Mal in dieser Konstellation stattgefunden hat. Das nächste Mal, wenn uns meine Eltern besuchen, werden wir bereits zu dritt sein und von ruhiger, erholsamer Atmosphäre kann dann wohl nicht mehr die Rede sein.

Trotzdem freuen sich meine Eltern schon wahnsinnig auf den ersten Besuch bei ihrem ersten Enkelsohn und sind schon gespannt, wie der Kleine aussieht, der ihrer jüngsten Tochter den Bauch so ausgebeult hat.

Es ist allerdings gar nicht so leicht zu planen, welche Verwandten wann anreisen sollen. Dummerweise lebt unsere gesamte Familie weit verstreut und somit sind Besuche immer mit einiger Planung verbunden. Ich bin da momentan noch etwas zwiespältig. Einerseits möchte ich unseren „Spross“ natürlich gerne allen wichtigen Menschen zeigen, andererseits kann das dann ganz leicht zu einer Überforderung führen.

Ich denke, ich werde das Ganze einfach mal auf mich zukommen lassen. Einschätzen kann ich es jetzt sowieso noch nicht. Werde ich froh sein, wenn mir jemand unterstützend zur Seite steht, oder reicht es mir, vollkommen die erste Zeit mit Andrè und dem Baby zu verbringen?

Da muss unsere Familie wohl ein gewisses Mass an Flexibilität aufbringen, die ich ihr durchaus zutraue!

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"Mein Hirn ist ein Sieb !"

von: Esther am: Montag, 08.03.2010

Seit den letzten 3 Wochen muss ich bei mir wohl von einem massiven Gedächtnisproblem sprechen.

Kurz gesagt ich vergesse einfach alles, sowohl mein Kurzzeit – als auch mein Langzeitgedächtnis scheinen in Mitleidenschaft gezogen zu sein.

So vergesse ich, dass der Elektriker kommt, um den Herd zu reparieren, dann vergesse ich die Zeit, zu der ich mich mit einer Freundin verabredet habe. Oder ich gehe in ein Zimmer und öffne die Schranktür, stehe reglos davor, bis mir klar wird, dass ich keinen Schimmer mehr habe, was ich aus dem Schrank eigentlich holen wollte.

Zum Kochen ist jetzt ein Rezept sehr hilfreich, denn ich vergesse auch sehr leicht den nächsten Arbeitsschritt! Und Einkaufen gehen ohne Liste ist auch völlig hoffnungslos.

In einem früheren Stadium meiner Schwangerschaft, als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, ist mir das glücklicherweise nicht passiert. Etwas schusselig war ich ja schon immer und für manch eine Wortfindungsstörung wollte man mir auch schon einen Preis verleihen. Aber seitdem ich zu Hause bin, habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn auf Leerlauf gestellt ist.

Zu meinem Schrecken haben einige Freundinnen, die bereits Mutter sind, berichtet, das mit der Vergesslichkeit werde während des Stillens noch viel schlimmer.

Na, dann kann ich mich wohl glücklich schätzen, wenn ich zumindest unser Baby nicht im Supermarkt oder im Auto vergesse, oder wie ist das?

Ich bin jedoch voll und ganz davon überzeugt, dass wird bestimmt auch wieder besser.

Ganz bestimmt!

Tags: Gedächtnisvergessen
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Boys and there toys...

von: André am: Donnerstag, 04.03.2010

Mit dem Papawerden kommt ein Abschnitt auf uns Männer zu, bei dem die eigenen Konsumvorlieben wohl nicht mehr ganz im Zentrum stehen werden. Doch was ist mit dem von vielen heiss geliebten Auto?

Von nun an stehen erst einmal Dinge wie Zimmereinrichtung, Fieberthermometer, Brustpumpen und vieles mehr auf der Liste der anzuschaffenden Gegenstände. Nicht unbedingt die klassischen Vorlieben von uns Männern.

Aber ist das nun alles, was uns bleibt? Nein, eine letzte Leidenschaft bleibt uns erhalten, das Automobil.

Wenn man ein Kind erwartet, benötigt man ein Auto mit mindestens vier Sitzen und möglichst viel Stauraum. Da unser altes Auto keines dieser Kriterien erfüllt, musste ein neues Auto her.

Freunde von uns sind in der Familienplanung noch einen Schritt weiter. Wenn man das dritte Kind erwartet, darf man sich langsam mit Autos beschäftigen, die fünf oder mehr Sitze bieten.

Die Autoindustrie hat diese Situation erkannt, mit einer schier endlosen Zahl an familientauglichen Modellen, Gadgets und Ausstattungsdetails wird unsere Technikbegeisterung schamlos ausgenutzt.

So haben Freunde von uns jetzt ein neues Auto mit Head-Up-Display, einer Technologie bei der z.B. die Geschwindigkeit oder der Abstand des vorfahrenden Autos auf die Windschutzscheibe projiziert wird. So etwas gab es früher nur in Kampfjets – und jetzt auch für den automobilen Vater.

Das Gute an der ganzen Sache ist, dass die Frauen uns bei der notwendigen Wahl des Autos relativ viele Freiräume zugestehen, solange Themen wie Sicherheit und ausreichend Platz nicht zu kurz kommen. Wenn es um Rechtfertigungen geht, ist ein Argument wie Isofix immer sehr hilfreich.

Schöne neue Männerwelt, so können wir weitestgehend ungesühnt unseren Konsumgelüsten fröhnen.

Doch habt Acht, in Zukunft gibt es noch jemanden mehr, der Mitsprache einfodern wird. Anfangen wird das mit Dingen wie DVD und Spielkonsole im Auto und enden – glücklicherweise noch in weiter Ferne – mit dem Wunsch nach einem eigenen Auto.

Tags: AutoMännerToys
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Babyparty

von: Esther am: Dienstag, 02.03.2010

Halloween-Partys, Thanks Giving Essen und nun auch Babypartys. Das alles sind US-amerikanische Traditionen, die in den letzten Jahren auch in der Schweiz immer populärer wurden.

Mit der amerikanischen Tradition, der so genannten "baby shower" war ich bis jetzt noch nicht sonderlich vertraut. Am Wochenende war für uns Premiere, denn André und ich waren auf solch eine Babyparty eingeladen und wir waren gespannt wie ein "Flitzebogen" wie so eine Party tatsächlich von statten geht.

Ich kannte solche Partys nur aus Filmen, somit hatte ich zwar schon mal eine ungefähre Idee worum es gehen könnte, sicherheitshalber habe ich dann aber noch gegooglet. 

Bei Wikipedia wurde die Babyparty folgendermassen beschrieben:

"Zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin werden die Freundinnen und weiblichen Verwandten der werdenden Eltern eingeladen. Die Einladung wird oft von einer Freundin oder einer Verwandten der Schwangeren ausgesprochen, um der zukünftigen Mutter die Arbeit zu ersparen.

Die Gäste bringen kleine Geschenke für die Mutter und das Kind mit, zum Beispiel Bodylotions, Schnuller, Babysitterstunden, aus Windeln geformte Torten.

Die Räumlichkeit, in denen die Feier stattfindet, ist sehr kitschig beispielsweise mit Namensgirlanden und blauen bzw. rosafarbenen Luftballons dekoriert. Dazu gibt es Häppchen und alkoholfreie Getränke. Ein wichtiger Bestandteil sind die typischen Spiele, die sich um die Themen Baby, Mutterschaft, Stillen usw. drehen. Beispielsweise das Schätzen des Bauchumfangs der werdenden Mutter.

Männer sind in der Regel nicht anwesend. Moderne Paare feiern auch die Babyparty zusammen und laden sowohl weibliche als auch männliche Freunde ein."

Mit einem kleinen Geschenk bewaffnet machten wir uns also auf den Weg zur Party.

Und es war wirklich ein sehr, sehr netter Nachmittag. Anwesend waren sowohl weibliche, als auch männliche Gäste. Was zu erwarten war, da ja auch André eingeladen war. Die Wohnung war glücklicherweise nicht auf die amerikanische Art dekoriert, aber zu meiner grossen Freude waren die amerikanischen Ideen für Essen und Trinken umgesetzt. Alles drehte sich um das Thema Baby und es gab einen Haufen netter kleiner Geschenke zu bestaunen. 

Im Grunde ist es gar nicht so dumm, eine Party zu veranstalten, wenn das Baby noch nicht auf der Welt ist, dann hat man auf jeden Fall genügend Zeit für die Vorbereitungen und die Gäste. 

Ansonsten halte ich ja ziemlich wenig von der Übernahme der amerikanischen Traditionen auf Kosten unserer eigenen, aber an diese Art könnte ich mich tatsächlich noch gewöhnen! 

Tags: BabypartyGeschenkeTradition
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BPA – Diskussion

von: Esther am: Donnerstag, 25.02.2010

In den Medien kann man momentan viel über den umstrittenen Polycabonat-Grundstoff Bisphenol A (BPA) lesen, der in der Herstellung von Plastikflaschen verwendet wird.

Gestern habe ich mich mit einer Freundin getroffen, ihr Sohn ist knapp 7 Monate alt und ein richtiger Sonnenschein!

Sie erzählte mir, dass sie neulich all ihre bisherigen Babyflaschen und Nuggis ersetzt hat, da in vielen Plastiktrinkflaschen BPA enthalten ist. Dieser Stoff soll Schäden bei der Gehirnentwicklung von Föten, Babys und Kleinkindern verursachen. Neuen Studien zufolge kann Bisphenol A auch für Erwachsene gefährlich sein. Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen erhöhten Werten im Blut und Leberschäden, Diabetes sowie Herzkrankheiten.

Mein Schwester hat uns eine Menge Fläschchen geliehen, die allerdings schon 2 Jahre alt sind und sicherlich noch diesen Stoff beinhalten. Jetzt bin ich natürlich stark am Überlegen, ob ich diese Flaschen überhaupt noch brauchen soll. Ich habe mich im Internet ein bisschen umgeschaut und habe gesehen, dass es bereits Plastikflaschen gibt, die BPA-frei hergestellt sind. André ist der Meinung, wir sollten doch besser gleich auf Glasflaschen umsteigen, da diese besser zu reinigen sind und auch keinen Plastikgeschmack abgeben. Allerdings sind diese schwerer und gehen natürlich auch leichter kaputt. Ich habe auch noch mit anderen Freundinnen gesprochen, die das Ganze nicht so eng sehen und weiterhin ihre Flaschen benutzen.

Grundsätzlich muss man sich allerdings auch fragen, was wird die Wissenschaft noch in den nächsten Jahren herausfinden was jetzt noch gar nicht bekannt ist. Auch in der Medizin werden alle 2-3 Jahre ursprüngliche Aussagen oft völlig ins Gegenteil gekehrt, und was vorher ganz wichtig war, wird dann als gänzlich unwichtig dargestellt.

Wie sollte man am besten mit den jeweils neuen Informationen umgehen? Wem kann man glauben bzw. kann man sich wirklich auf die Forschungsergebnisse verlassen? Und wie schlimm sind die Auswirkungen wirklich?

Zumindest beim Thema Babyflaschen, ist man mit Glas wohl auf der sichersten Seite, solange einem die Flasche nicht herunter fällt!

Tags: BabyflaschenBPAHormone
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Privatleben?

von: André am: Sonntag, 21.02.2010

Was mich momentan bewegt ist die Frage, wie das nun mit meiner Freizeit so werden wird, oder besser gesagt, ob es so etwas in Zukunft überhaupt noch geben wird.

 

Von vielen Seiten hört man ja, dass es nach der Geburt damit komplett vorbei sein soll. Irgendwie will ich das noch nicht so recht glauben. Ich bin viel mehr davon überzeugt, dass sich die Schwerpunkte schlicht verschieben werden und dass das Ganze auch eine Sache der Planung ist. Wie sagt der Volksmund so schön, es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Aber mich beschäftigen nicht nur meine Freiräume, sondern auch, wie sich das Privatleben zwischen Esther und mir als Paar entwickeln wird. Wie sieht es mit Essen gehen, Kino oder Tanzen aus? Und wie wird sich die Sexualität entwickeln, welchen Einfluss wird das Kind auf unsere sexuelle Beziehung haben?

Vor kurzem hatten wir ja den Geburtsvorbereitungskurs, und was ich in diesem Zusammenhang sehr spannend fand, war die Aussage der Hebamme, dass man diese Aspekte der Beziehung nicht vernachlässigen sollte. Sie meinte, dass es das wichtigste in der oft belastenden Zeit nach der Geburt sei, miteinander zu reden. Die Wünsche und Bedürfnisse sollten den Partnern bewusst werden, so dass man soweit wie möglich darauf eingehen kann.

Männer – mich eingeschlossen – haben ja zudem oft auch ein bisschen Angst davor, durch die Geburt könnte das sexuelle Erlebnis beeinträchtigt werden. Die Hebamme meinte dazu, dass sie die Männer nach der Geburt immer dazu anhalte, sich den Schambereich ihrer Frau anzusehen, um sich zu überzeugen, dass alles noch ganz normal geblieben ist. Erfrischend, dass so etwas in dem Kurs thematisiert wurde.

Ein Kind bringt für die Beziehung auf jeden Fall viele Veränderungen mit sich, so dass man Themen wie Freiräume und Sexualität aktiv besprechen sollte, um die Veränderungen so weit wie möglich in das Leben integrieren zu können.

In ein paar Wochen wissen wir in diesem Zusammenhang auf jeden Fall auch mehr.

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Neues Baby- Neuer Kursangebotswahn!

von: Esther am: Samstag, 20.02.2010

Kurse für die Geburtsvorbereitung, das Stillen, die Babypflege, die Schwangerschaftsgymnastik, Yoga für Schwangere und vieles mehr. Wer denkt, mit der Geburt hat sich das mit dem reichhaltigen Kursangebot erledigt, der darf sich, wie ich vom Gegenteil überzeugen lassen.

Ich weiss zwar nicht so genau, wie ich auf dieses „schmale Brett“ kam, aber ich dachte, man organisiert einen Geburtsvorbereitungskurs und meldet sich eventuell zur Akupunktur an. And that`s it!

Ich habe sogar schon eine Hebamme für nach dem Krankenhaus organisiert und hielt mich damit schon für gut organisiert!

Aber weit gefehlt!

Vor zwei Tagen telefonierte ich mit einer Freundin, die mir dann mitteilte, dass sie sich für die Teilnahme an einem PEKIP Kurs (Prager-Eltern- Kind-Programm) schon lange während der Schwangerschaft angemeldet habe. Und dann könne man sich ja auch noch für die Babymassage, das Babyschwimmen, für Yoga for Baby and me und natürlich für die Rückbildungsgymnastik anmelden.

Allerdings natürlich frühzeitig!

Hier kam mir doch gleich der tolle Fussballspruch in den Sinn:

Nach der WM ist vor der EM!

Somit kann ich mich jetzt freuen eine neue Beschäftigung gefunden zu haben. Nämlich mit dem ganzen Babykursangebot auseinander zu setzen. Überfordern möchte ich unseren Kleinen allerdings auch nicht.

Nach den ersten Wochen des Kennenlernens kann ich mir aber durchaus vorstellen Lust zu verspüren mal mit dem Baby rauszukommen und andere Mütter und Babys kennen zu lernen. Gerade wenn man nicht schon „ewig und drei Tage“ am derzeitigen Wohnort lebt und noch nicht so viele Kontakte hat kann so eine Kursteilnahme eine gute Möglichkeit sein um Kontakte zu knüpfen.

Bin schon gespannt, was für Angebote in unsere Gemeinde zu finden sind!

 

Tags: Babykurse
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Der Startschuss zur Babypause -ein wirklich seltsames Gefühl!

von: Esther am: Donnerstag, 18.02.2010

Sich vorzustellen morgens nicht mehr zur Arbeit zu gehen und nicht mehr an den Arbeitsprozessen beteiligt zu sein, ist wirklich sehr ungewohnt für mich. Wie kann ich meinen neuen Alltag gestalten bis das Baby kommt.

Theoretisch kann es während der Schwangerschaft jeden Tag passieren: Der Frauenarzt beschliesst, dass das mit dem Arbeiten so nicht mehr geht. Plötzlich muss man liegen oder aus irgendwelchen anderen Gründen Teilzeit arbeiten oder sogar ganz pausieren. Für mich ist das eine richtige „Horrorvorstellung“ gewesen.

Wenn man eine Betreuungseinrichtung für Kinder leitet und alles gut organisiert weiss, ist es nicht leicht, von heute auf morgen einfach nicht mehr zu erscheinen und das Gefühl zu haben den kompletten Betrieb quasi „hängen zu lassen“.

Mir ist allerdings schon klar, dass das oft nicht vermeidbar ist und es auch ohne die werdenden Mütter auf der Arbeit weiter geht. Trotzdem war es für mich sehr wichtig, meine Aufgaben und Anliegen gut an meine Vertretung übergeben zu können.

Vor etwa drei Wochen merkte ich, dass es auf der Arbeit langsam sehr anstrengend wurde und mir mein Leistenbruch am Abend schon wesentlich mehr weh tat als noch einige Wochen zuvor. Mein Arzt warnte mich schon einmal vor, dass ich nicht mehr all zu lange arbeiten sollte. Somit hatte ich also noch genügend Zeit (zumindest bis zum nächsten Arztbesuch), meine Vertretung gut einzuarbeiten und die Verantwortung an sie übergeben zu können.

Das eine gut beenden ist aber nur eine Seite der Medaille. Die andere ist der Start in einen vollkommen neuen Alltag mit allerhand unbekannten Variablen:

  • Was kommt wohl in näherer Zukunft auf mich zu?
  • Wie kann ich meinen neuen Alltag gestalten?
  • Wird mir nicht zu Hause furchtbar langweilig sein, bis das Baby kommt ?
  • Soll ich schon mal meine hausfraulichen Qualitäten im Kochen und Putzen erproben? Der Mann kommt nach einem schweren Arbeitstag nach Hause, die Wohnung ist gemütlich und das Essen steht bereits auf dem Tisch – na André wäre das nicht wunderbar?

Am Montag hat mich mein Arzt nun tatsächlich krank geschrieben. Auf der Arbeit konnte ich mit einem guten Gefühl gehen und weiss die Einrichtung in guten Händen. Nun bin ich auch froh, dass ich nicht mehr so eingespannt bin und mich mehrmals am Tag einfach hinlegen kann. Vorher stand ich so unter Strom, dass ich gar nicht mehr gemerkt habe, dass ich eigentlich mehr Ruhe brauche.

Das seltsame Gefühl allerdings ist noch nicht verschwunden. Ich denke, das wird auch noch einige Zeit dauern. Schliesslich befinde ich mich gerade in einer Übergangsphase zwischen meiner bekannten Rolle als beruftätige Frau zu meiner noch unbekannten Rolle als Mutter. Und Übergänge sind ja bekanntlich nie so ganz einfach.

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Babypause für den Mann

von: André am: Montag, 15.02.2010

Für eine längere Zeit raus aus dem Job, damit man sich um das eigene Kind kümmern kann: Perspektive für immer mehr junge Väter, aber in der Schweiz eher schwierig.

Begünstigt durch die Informationen, die man aus anderen Ländern wie Schweden oder auch Deutschland kennt, hat mich der Gedanke einer eigenen Babypause immer wieder beschäftigt. Die Idee selbst z.B. einen Monat aus dem Job auszusteigen und sich anstelle von Esther voll um unser Kind zu kümmern, gefällt mir. Ich fürchte nur, dass es dazu dieses Mal wohl nicht kommen wird, da die Rahmenbedingungen dafür nicht ideal sind.

Auch wenn Männer heute ganz anders in den Prozess der Erziehung involviert sind, als das bei unseren Eltern der Fall war, ist die Rollenverteilung in der Schweiz noch eher klassisch. Kindererziehung und Haushaltsführung liegen schwerpunktmässig meist an den Frauen, und ab zwei Kinder bleiben viele Frauen erst einmal zu Hause. Der Vater auf der anderen Seite erhält bei der Geburt des Kindes in der Regel zwischen 1 und 4 Tage Urlaub. Viele nehmen zusätzlich noch 1 bis 2 Wochen dazu, aber das wars dann auch schon.

Ich empfand es immer als Luxus für eine Frau, die bekannten Prozesse und Abläufe der Berufstätigkeit für einen beschränkten Zeitraum einmal verlassen zu können und den Freiraum zu haben, sich mit einer völlig anderen Thematik beschäftigen zu können.

Für den Mann würde es die Möglichkeit eröffnen, die Entwicklung des Kindes ganz anders wahrzunehmen. Zudem entsteht unweigerlich ein ganz anderes Verständnis für diese Phase der kindlichen Entwicklung. Letztendlich gibt es einem die Möglichkeit sich auch selbst noch einmal in einer neuen Rolle wahrzunehmen.

Was ich sehr spannend finde, ist die Tatsache, dass insbesondere in den skandinavischen Ländern sogar teilweise eine Pflicht besteht, als Mann eine solche Babypause anzunehmen, wenn man keine Einkommensverluste in Kauf nehmen möchte. Dies ist eine diametral andere Voraussetzung als bei uns, wo praktisch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine Babypause für den Mann bestehen.

In Skandinavien sind die gesetzlichen Regelungen klar auf die Umverteilung von Familienarbeit und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen ausgerichtet.

In Schweden erhalten beide Elternteile in der Babypause 80 Prozent ihres Gehaltes, in Norwegen sogar bis zu 100 Prozent. Der Vater erhält zudem zehn Tage Vaterschaftsurlaub und zwei Papamonate.

In Island geht man sogar noch weiter, die Elternzeit wird strikte aufgeteilt. Drei Monate erhält der Vater, drei die Mutter und weitere drei Monate für beide, bei jeweils 80 Prozent des Gehalts. Neun von zehn Vätern nehmen diesen Elternurlaub in Anspruch.

Nur wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen für solche Modelle geschaffen werden, wird eine gesellschaftlich gestützte Änderung in diese Richtung auch hierzulande stattfinden. Ohne gesellschaftlichen Willen dazu geht so etwas jedoch nicht. Deutschland macht gerade einen solchen Veränderungsprozess durch.

Bei uns wird es wohl noch etwas dauern, bis ein solcher Schritt getan wird. Und der Wunsch, nach einer Babypause für den Mann scheitert somit unweigerlich an eintretenden Einkommensverlusten, der Angst vor einem möglichen Karriereknick sowie mangelnder sozialer Akzeptanz.

Wie ist Eure Einstellung zu diesem Thema?

Tags: PapamonateUnbezahltUrlaubVater
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Erfahrungen aus unserem Geburtsvorbereitungskurs

von: Esther am: Mittwoch, 10.02.2010

Dank der beiden netten und hilfreichen Kommentaren und nach weiteren eigenen Überlegungen haben wir uns dann letztendlich für den Wochenendkurs entschieden. Ich will euch jetzt natürlich unsere gemachten Erfahrungen nicht vorenthalten.

Letztendlich hat die Diagnose meines Leistenbruch unsere Entscheidung stark beeinflusst. Ich dachte mir, es sei vielleicht unsinnig, mich wochenlang mit der natürlichen Geburt zu beschäftigen, wenn ich dann am Ende doch einen Kaiserschnitt machen muss. Da aber mein Ziel immer noch eine natürliche Geburt ist, haben wir uns für eine Kurzform der Geburtsvorbereitung entschieden. Mit dem Wissen, dass manche Themen wahrscheinlich zu kurz kommen könnten.

André und ich wurden also am letzen Wochenende recht intensiv in das Thema Geburt eingeführt. Am Samstag kam erstmal die ganze Theorie daran:

  • Was mache ich, wenn es losgeht und wie erkenne ich das überhaupt
  • Wann komme ich in die Klinik
  • Phasen der Geburt
  • Welchen Weg muss das Baby zurücklegen, und was muss es dabei alles tun
  • Was passiert im Körper der Frau
  • etc.

Sonntags wurde es dann richtig spannend! Wir konnten den Vormittag in einem der Gebärsäle verbringen und   haben einen richtigen "Probelauf" der verschiedenen Geburtsstellungen gemacht. Ich war das Versuchskaninchen und konnte schon mal ein Gefühl entwickeln, wie es so ist, auf einem Geburtsbett zu liegen und an einem CTG angeschlossen zu sein.

Das war nicht nur für mich aufregend , sondern unser Kleiner im Bauch fand das Ganze wohl auch recht spannend, zumindest war das ganz deutlich an seiner Herzfrequenz zu erkennen. Das CTG misst die Herzfrequenz, Kindsbewegungen und Wehentätigkeit. Wir hatten grad noch etwas Glück und konnten erste Übungswehen sehen.

Das Atmen wurde in der Tat nur ganz kurz behandelt. Die Hebamme vertrat jedoch die Auffassung, dass die Frauen eigentlich ganz von selbst richtig atmen und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann stünden die Hebammen mit Rat und Tat zur Seite. Sie meinte, es könne für die Frauen auch frustrierend sein, die erlernten Techniken in der Schmerzsituation nicht korrekt anwenden zu können.

Für uns war der Kurs die richtige Wahl. Ich fühlte mich danach gut informiert und vor allem bei den Hebammen der Klinik gut aufgehoben. Selbst wenn ich jetzt immer noch nicht alles weiss und üben konnte, kann ich das Ganze jetzt recht entspannt auf mich zukommen lassen, in dem Glauben, dass die Hebammen mir schon sagen werden, was ich wann zu tun oder zu lassen habe.

Ich möchte mich bei euch nochmals ganz herzlich für eure Kommentare zum Beitrag "Die Wahl des Geburtsvorbereitungskurses" bedanken. Sie waren für uns sehr hilfreich. Eure Erfahrungen haben genau die Themen getroffen, über die ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht habe.

Und nun kann ich mich noch auf die beiden bevorstehen Abendkurse Babypflege und Stillvorbereitung freuen, die ebenfalls Bestandteil des Kurses sind!

Tags: ErfahrungenGeburtKursThemen
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Die lieben Schwangerschaftsbeschwerden

von: Esther am: Montag, 08.02.2010

Man könnte auch sagen: Es gibt nichts umsonst auf der Welt, selbst um ein Kind zu bekommen muss man so einiges an Leiden in Kauf nehmen. Glücklicherweise hatte ich im Verlauf meiner Schwangerschaft sehr wenige Beschwerden. Ausser der weit verbreiteten Übelkeit in den ersten 3 Monaten, blieb ich bisher von anderen Unannehmlichkeiten verschont.

Allerdings war ich neulich bei meinem Arzt, um ihm eine Schwellung in der Leistengegend zu zeigen, die da meiner Meinung nach nicht hingehörte. Er verkündete mir, dass ich eine «Leisten-Hernie» hätte. Nach dezentem Nachfragen bekam ich heraus, dass es sich auf Deutsch um einen Leistenbruch handelt. Ich fragte mich natürlich, wie ich denn jetzt zu einem Leistenbruch komme, da ich wirklich darauf geachtet habe nichts Schweres zu heben.

Mein Arzt erklärte mir, dass das einfach durch das Ausdehnen des Bauches kommen kann, genauer gesagt, durch den Druck des wachsenden Gewichts auf die Leiste. Ich solle mir keine Gedanken machen, während der Schwangerschaft könne man sowieso nichts dagegen tun. Nach der Schwangerschaft müsse der Bruch höchstwahrscheinlich operiert werden. Man könne auch einen Kaiserschnitt vornehmen und den Bruch somit gleich bei der Geburt zu beheben. Sozusagen: «Alles in einem Aufwasch!»

Mit diesem Gedanken wollte ich mich allerdings nicht so recht anfreunden, denn eigentlich wollte ich eher eine natürliche Geburt. Jedoch kann man in dieser Hinsicht zwar viel wollen, letztlich muss man es am Ende aber doch so nehmen wie es kommt. Bis zur Geburt kann noch so viel Unvorhergesehenes passieren, so dass am Schluss doch einen Kaiserschnitt notwendig wird.

Ich war dann letzte Woche noch mal bei einem Spezialisten. Mit dem Ergebnis:

  • Per se sei ein Leistenbruch kein Grund für einen Kaiserschnitt, es wäre aber tatsächlich eine gute Möglichkeit beides zu verbinden.
  • Wenn es keine starke Verschlechterung gibt, dann kann man den Bruch auch  3-4 Monate nach der Geburt «minimalinvasiv» operieren. Seiner Meinung nach würde es auch nichts machen, wenn das Baby dann schon ein bisschen mehr wiegen würde. Es wäre dann immer noch nicht zu schwer um es nach der OP herumtragen zu können.
  • Letztendlich kann man es auch erst kurz vor der Geburt entscheiden.

Nun ja, jetzt heisst es wohl abwarten und Tee trinken. Auf jeden Fall kann ich nun doch noch eine Erfahrung mit den lieben Schwangerschaftsbeschwerden machen. Anscheinend kommt man da wohl einfach nicht drum herum!

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Die Rundungen meiner Frau

von: André am: Freitag, 05.02.2010

Wie sich der Körper meiner Frau im Verlauf der Schwangerschaft verändert hat, was ich bisher dabei empfunden habe und was ich vorher erwartet hatte.

Ich als Mann bin im Verlauf der Schwangerschaft zwangsweise immer etwas aussen vor. Zumindest spüre ich selbst keine Veränderung an meinem Körper.

Bei meiner Frau sieht das natürlich ganz anders aus. Esther hat jetzt einen wirklich runden Bauch und mehr Busen.

Anscheinend ist es von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, wie sich der Bauch letztlich entwickelt. Bei meiner Frau geht er eher nach vorne, bei anderen eher in die Breite, manchmal ist er ausgeprägt und manchmal etwas weniger.

Für mich war vor der Schwangerschaft überhaupt nicht klar, wie ich diese Veränderung aus ästhetischer Sicht empfinden würde. Um ehrlich zu sein, hatte ich eher Bedenken – ob mir eine kugelige Frau wirklich gefallen würde.

Die Bilder von Demi Moor hochschwanger kennen wohl einige von euch, und ich muss sagen, ich fand sie auf diesen Bildern nie sonderlich attraktiv.

Aber: Im Verlauf der Schwangerschaft hat sich mein ästhetisches Empfinden offensichtlich geändert. Esthers neue Rundungen haben mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Durch den stetig wachsenden Bauch wirkt sie auf mich sehr weiblich.

Seitdem sich das Baby nun immer stärker bewegt, ist mir jedoch auch klar geworden, dass es tatsächlich nicht mehr allein um den Körper meiner Frau geht, sondern dass in ihrem Bauch auch noch jemand zur Untermiete wohnt. Zudem ein Teil von mir.

Ich kann sagen, dass mir die Schönheit einer schwangeren Frau erst zugänglich geworden ist, seit ich selbst den Prozess einer Schwangerschaft miterleben kann.

Man(n) ist halt doch flexibler als gemeinhin behauptet wird.  

 

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„Das Einrichten des Babyzimmers und der liebe Aberglaube“

von: Esther am: Mittwoch, 03.02.2010

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Einrichten des Kinderzimmers zu beginnen?

Wann soll man denn eigentlich mit dem Einrichten des Kinderzimmers beginnen?

Zuerst kann man sich die nicht gerade unberechtigte Frage stellen: Wozu braucht denn ein Baby eigentlich schon sein eigenes Zimmer?

Aber wenn man eben ein Zimmer in der Wohnung übrig hat, dann könnte man es ja tatsächlich auch als Kinderzimmer einrichten, denn später braucht das liebe Kleine ja sowieso eines.

Ausserdem kann ich mich beim Gang durch die vielen schönen Babygeschäfte sowieso kaum in meinem Kaufrausch zügeln.

Also, bei mir stellt sich nicht die Frage „ob“ sondern eher „wann“ wir das Kinderzimmer einrichten sollten.

Wäre da nicht noch die Sache mit dem Aberglauben.

Dieser rät werdenden Eltern massiv davon ab, zu früh Babyartikel jeglicher Art an zu schaffen. Aber fragt man fünf Personen zu diesem Thema bekommt man auch fünf verschieden Auslegungen dieser Aussage. Manche deuten Anschaffen ganz allgemein mit Kaufen, andere sagen, man kann schon kaufen, aber nicht schon in die eigene Wohnung stellen, usw. Und wie definiert sich eigentlich der Ausdruck „zu früh“?

In welcher Woche ist es noch zu früh, und wann dann eher schon zu spät?

André, meinen Mann könnte man prinzipiell als „Jäger und Sammler“ beschreiben. Diese Eigenschaft  macht es einem natürlich nicht gerade einfacher, sich in Zurückhaltung zu üben was das Kaufen angeht. Denn egal ob im Internet oder beim Bummeln in der Stadt – es gibt überall Schönes zu Erhaschen!

Wir haben das Ganze für uns jetzt so entschieden, dass wir warten bis unser Kleines eine sehr gute Überlebenschance hat, auch wenn es zu früh auf die Welt kommt! 

 

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