von: Esther Zeiger am: Samstag, 30.01.2010
Welcher Kurs ist der richtige für mich: Wochenendkurs oder lieber einzelne Lektionen über mehrere Wochen?
Nachdem wir uns für eine Klinik für die Entbindung entschieden hatten, habe ich auch gleich ein ganzes Büchlein mit einem umfangreichen Kursangebot zugesandt bekommen. Mein Arzt hat mir empfohlen, mich frühzeitig für einen Geburtsvorbereitungskurs anzumelden, am besten in der Klinik in der ich auch entbinden möchte. Zwecks besserem Kennenlernen der Räumlichkeiten und natürlich auch der Hebammen. Allerdings ist wohl Kurs nicht gleich Kurs, denn man kann zwischen einem Wochenendkurs und einzelnen Lektionen über mehrere Wochen hinweg wählen. Zusätzlich gibt es auch noch Kurse zur Vorbereitung des geplanten Kaiserschnitts – wobei man allerdings bei frühzeitiger Anmeldung noch gar nicht wissen kann, ob ein Kaiserschnitt notwendig sein wird oder nicht.
Ich fragte mich also: Bin ich nun eher der «Kurz-und-knackig-Typ» oder will ich mich über längere Zeit auf das Geburtserlebnis vorbereiten? Was ist, wenn das Kind zu früh kommt und ich den langen Kurs gar nicht abschliessen kann und die wichtigsten Lektionen verpasse? Oder der Wochenendkurs so schnell vorbei ist, dass mir viele wichtige Fragen erst später einfallen, die ich dann gar nicht mehr stellen kann? Will ich meinen Partner den ganzen Kurs dabei haben, wie es beim Wochenendkurs der Fall ist, oder soll er nur vereinzelt zu manchen Lektionen mitkommen?
Wie habt ihr euch entschieden?
von: André Zeiger am: Mittwoch, 27.01.2010
Im Verlauf der Schwangerschaft meiner Frau habe ich mir schon ein paar Mal die Frage gestellt, wie ähnlich einem das eigene Kind denn letztlich sein wird? Welche Wesenszüge man selbst wieder findet, welche Parallelen andere sehen werden.
Eine oft verwendete Aussage lautet: «Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm».
Gestern grad ist mir das Sprichwort durch den Kopf gegangen, und ich finde diese Analogie eigentlich recht schön.
Für mich war die Entscheidung, Kinder zu bekommen auch immer verbunden mit der Idee, etwas von mir selbst und meinen Überzeugungen weiter zu geben.
Ich bin sehr gespannt, was ich bei meinem Kind von mir entdecken werde und welche Dinge, die mir selbst wichtig sind, ich weitergegeben kann.
Oft sagt man ja auch, dass sich Kinder mit ihren Eltern in den Bereichen nicht so gut verstehen, in denen sie sich am ähnlichsten sind.
Hier wird bestimmt die eine oder andere Überraschungen noch auf mich zukommen.
Wie viel von dem nun genetisch vorgegeben ist, und wie viel man durch seine Erziehung verursacht, werde wohl auch ich als Vater nicht klären können. Ich bin davon überzeugt, dass vieles später hinzu kommt, aber wie im Artikel von «wir eltern» zum Thema pränatale Prägung ausgeführt, fängt die Prägung eigentlich extrem früh an. Trotzdem möchte ich mich deswegen nicht allzu sehr stressen. Wichtig ist mir, unser Kind nicht zu stark zu lenken sondern ihm Freiräume zu schaffen, um eine positive Entwicklung zu fördern, aber auch nicht mehr.
Wenn man an seine eigene Kindheit zurückdenkt, dann fallen den meisten Menschen wohl viele positive als auch negative Aspekte der eigenen Erziehung ein. Vieles würde man wahrscheinlich anders machen.
Gespannt bin ich nun darauf, welche Fehler ich selbst machen werde. Aber Fehler haben ja auch immer eine positive Seite, zumindest wenn man daraus lernt.
Oder etwa nicht?
von: Esther Zeiger am: Sonntag, 17.01.2010
Baby Boom und wir mittendrin statt nur dabei!
In letzter Zeit vermehren sich die Babys in unserem Freundeskreis geradezu scharenweise!
Man möchte fast schlussfolgern, es könnte sich bei der Schwangerschaft um eine Art «Epedemie» handeln – von der man sich allerdings sehr gerne anstecken lässt. Wir sind nun auch (endlich) betroffen und erfreuen uns an den vielen Symptomen und neuen Erfahrungen, die dieser besondere Zustand mit sich bringt.
Das brachte uns auf den Gedanken, diese besondere Zeit auf irgendeine Weise zu dokumentieren und bewusst zu geniessen.
Und so sind wir hier gelandet, im Baby-Blog von wir eltern: Um unsere persönlichen Gedanken und Erfahrungen dieses einmaligen Erlebnisses mit Euch zu teilen! Vielleicht können wir dadurch einigen von Euch schöne Erinnerungen wieder ins Gedächtnis rufen, andere zum Mitfühlen und -fiebern anregen und eventuell lassen sich ein paar von Euch ebenfalls von dieser wunderbaren und aufregenden Baby-Idee infizieren!
André und ich wünschen viel Spass beim Lesen und Kommentieren.
von: Esther Zeiger am: Sonntag, 17.01.2010
«Möchten sie eigentlich das Geschlecht ihres Kindes wissen?»
Da liegt man gespannt wie ein Flitzebogen beim Frauenarzt auf der Liege – und dann kommt die Frage der Fragen.
Wie soll man da nur widerstehen und mit: «Nein, nein, wir lassen uns lieber überraschen» antworten?
Ich erwische mich ja immer wieder mal dabei, wie ich mir die beiden Varianten ausmale.
Das fängt bereits bei der Namensgebung an. Ich suche nach Jungennamen, dann wieder eher nach Mädchennamen. Beim Gang durch die Kaufhäuser sehe ich herzige Kleidchen und denke, vielleicht kann ich unserem Sprössling auch bald solch ein hübsches Kleidchen anziehen – und sogleich denke ich wieder, aber vielleicht wird es ja ein Junge und ich wende mich den niedlichen Lausbubenkleidern zu.
Oder: Welche Farbe soll der Kinderwagen haben? Was werden wohl für Spielsachen unser Zuhause schmücken: Puppenküche oder Autorennbahn?
Ich höre ganz tief in mich hinein und überlege: Ob man wohl fühlen kann, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird? Die Verwandten unken und schlussfolgern anhand von Alltagsweisheiten: spitzer Bauch = Junge; runder Bauch = Mädchen; schöne Haut der Mutter = Junge; schlechte Haut der Mutter = Mädchen .... und das könnte endlos so weitergehen.
Meine Freundin, die auch schwanger ist, weiss es nun endlich. Sie war sich zuerst so sicher, dass sie ein Mädchen kriegen und jetzt soll es angeblich ein Junge werden. Dabei haben sie schon zwei Lauser zu Hause. Meine Schwester glaubt felsenfest daran, dass ich genau wie sie, auf jeden Fall ein Mädchen bekommen werde und meine Schwiegermutter tippt natürlich auf einen Jungen.
Freundinnen berichten von «Horrorgeschichten» anderer Freundinnen, die vom Arzt gesagt bekommen hatten, dass es ein Junge werde und daraufhin das ganze Kinderzimmer dementsprechend eingerichtet haben und am Ende schlüpfte dann doch ein kleines Mädchen heraus.
Aber nun wieder zurück auf die Liege beim Arzt. Ich habe inzwischen einfach beschlossen, auf meinen Bauch zu hören und mich überraschen zu lassen – wie ich mich auf dieser Liege entscheide. Ist ja auch nicht sooo wichtig. Ob Wissen oder Unwissen, die Entscheidung über das Geschlecht liegt eh nicht in unseren Händen, und wer auch immer in zehn Wochen in unseren Armen liegen wird, wir freuen uns schon sehr auf sie oder ihn und sind dankbar für was immer auch kommen mag.