von: Esther am: Donnerstag, 25.02.2010
In den Medien kann man momentan viel über den umstrittenen Polycabonat-Grundstoff Bisphenol A (BPA) lesen, der in der Herstellung von Plastikflaschen verwendet wird.
Gestern habe ich mich mit einer Freundin getroffen, ihr Sohn ist knapp 7 Monate alt und ein richtiger Sonnenschein!
Sie erzählte mir, dass sie neulich all ihre bisherigen Babyflaschen und Nuggis ersetzt hat, da in vielen Plastiktrinkflaschen BPA enthalten ist. Dieser Stoff soll Schäden bei der Gehirnentwicklung von Föten, Babys und Kleinkindern verursachen. Neuen Studien zufolge kann Bisphenol A auch für Erwachsene gefährlich sein. Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen erhöhten Werten im Blut und Leberschäden, Diabetes sowie Herzkrankheiten.
Mein Schwester hat uns eine Menge Fläschchen geliehen, die allerdings schon 2 Jahre alt sind und sicherlich noch diesen Stoff beinhalten. Jetzt bin ich natürlich stark am Überlegen, ob ich diese Flaschen überhaupt noch brauchen soll. Ich habe mich im Internet ein bisschen umgeschaut und habe gesehen, dass es bereits Plastikflaschen gibt, die BPA-frei hergestellt sind. André ist der Meinung, wir sollten doch besser gleich auf Glasflaschen umsteigen, da diese besser zu reinigen sind und auch keinen Plastikgeschmack abgeben. Allerdings sind diese schwerer und gehen natürlich auch leichter kaputt. Ich habe auch noch mit anderen Freundinnen gesprochen, die das Ganze nicht so eng sehen und weiterhin ihre Flaschen benutzen.
Grundsätzlich muss man sich allerdings auch fragen, was wird die Wissenschaft noch in den nächsten Jahren herausfinden was jetzt noch gar nicht bekannt ist. Auch in der Medizin werden alle 2-3 Jahre ursprüngliche Aussagen oft völlig ins Gegenteil gekehrt, und was vorher ganz wichtig war, wird dann als gänzlich unwichtig dargestellt.
Wie sollte man am besten mit den jeweils neuen Informationen umgehen? Wem kann man glauben bzw. kann man sich wirklich auf die Forschungsergebnisse verlassen? Und wie schlimm sind die Auswirkungen wirklich?
Zumindest beim Thema Babyflaschen, ist man mit Glas wohl auf der sichersten Seite, solange einem die Flasche nicht herunter fällt!
von: André am: Sonntag, 21.02.2010
Was mich momentan bewegt ist die Frage, wie das nun mit meiner Freizeit so werden wird, oder besser gesagt, ob es so etwas in Zukunft überhaupt noch geben wird.
Von vielen Seiten hört man ja, dass es nach der Geburt damit komplett vorbei sein soll. Irgendwie will ich das noch nicht so recht glauben. Ich bin viel mehr davon überzeugt, dass sich die Schwerpunkte schlicht verschieben werden und dass das Ganze auch eine Sache der Planung ist. Wie sagt der Volksmund so schön, es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
Aber mich beschäftigen nicht nur meine Freiräume, sondern auch, wie sich das Privatleben zwischen Esther und mir als Paar entwickeln wird. Wie sieht es mit Essen gehen, Kino oder Tanzen aus? Und wie wird sich die Sexualität entwickeln, welchen Einfluss wird das Kind auf unsere sexuelle Beziehung haben?
Vor kurzem hatten wir ja den Geburtsvorbereitungskurs, und was ich in diesem Zusammenhang sehr spannend fand, war die Aussage der Hebamme, dass man diese Aspekte der Beziehung nicht vernachlässigen sollte. Sie meinte, dass es das wichtigste in der oft belastenden Zeit nach der Geburt sei, miteinander zu reden. Die Wünsche und Bedürfnisse sollten den Partnern bewusst werden, so dass man soweit wie möglich darauf eingehen kann.
Männer – mich eingeschlossen – haben ja zudem oft auch ein bisschen Angst davor, durch die Geburt könnte das sexuelle Erlebnis beeinträchtigt werden. Die Hebamme meinte dazu, dass sie die Männer nach der Geburt immer dazu anhalte, sich den Schambereich ihrer Frau anzusehen, um sich zu überzeugen, dass alles noch ganz normal geblieben ist. Erfrischend, dass so etwas in dem Kurs thematisiert wurde.
Ein Kind bringt für die Beziehung auf jeden Fall viele Veränderungen mit sich, so dass man Themen wie Freiräume und Sexualität aktiv besprechen sollte, um die Veränderungen so weit wie möglich in das Leben integrieren zu können.
In ein paar Wochen wissen wir in diesem Zusammenhang auf jeden Fall auch mehr.
von: Esther am: Samstag, 20.02.2010
Kurse für die Geburtsvorbereitung, das Stillen, die Babypflege, die Schwangerschaftsgymnastik, Yoga für Schwangere und vieles mehr. Wer denkt, mit der Geburt hat sich das mit dem reichhaltigen Kursangebot erledigt, der darf sich, wie ich vom Gegenteil überzeugen lassen.
Ich weiss zwar nicht so genau, wie ich auf dieses „schmale Brett“ kam, aber ich dachte, man organisiert einen Geburtsvorbereitungskurs und meldet sich eventuell zur Akupunktur an. And that`s it!
Ich habe sogar schon eine Hebamme für nach dem Krankenhaus organisiert und hielt mich damit schon für gut organisiert!
Aber weit gefehlt!
Vor zwei Tagen telefonierte ich mit einer Freundin, die mir dann mitteilte, dass sie sich für die Teilnahme an einem PEKIP Kurs (Prager-Eltern- Kind-Programm) schon lange während der Schwangerschaft angemeldet habe. Und dann könne man sich ja auch noch für die Babymassage, das Babyschwimmen, für Yoga for Baby and me und natürlich für die Rückbildungsgymnastik anmelden.
Allerdings natürlich frühzeitig!
Hier kam mir doch gleich der tolle Fussballspruch in den Sinn:
Nach der WM ist vor der EM!
Somit kann ich mich jetzt freuen eine neue Beschäftigung gefunden zu haben. Nämlich mit dem ganzen Babykursangebot auseinander zu setzen. Überfordern möchte ich unseren Kleinen allerdings auch nicht.
Nach den ersten Wochen des Kennenlernens kann ich mir aber durchaus vorstellen Lust zu verspüren mal mit dem Baby rauszukommen und andere Mütter und Babys kennen zu lernen. Gerade wenn man nicht schon „ewig und drei Tage“ am derzeitigen Wohnort lebt und noch nicht so viele Kontakte hat kann so eine Kursteilnahme eine gute Möglichkeit sein um Kontakte zu knüpfen.
Bin schon gespannt, was für Angebote in unsere Gemeinde zu finden sind!
von: Esther am: Donnerstag, 18.02.2010
Sich vorzustellen morgens nicht mehr zur Arbeit zu gehen und nicht mehr an den Arbeitsprozessen beteiligt zu sein, ist wirklich sehr ungewohnt für mich. Wie kann ich meinen neuen Alltag gestalten bis das Baby kommt.
Theoretisch kann es während der Schwangerschaft jeden Tag passieren: Der Frauenarzt beschliesst, dass das mit dem Arbeiten so nicht mehr geht. Plötzlich muss man liegen oder aus irgendwelchen anderen Gründen Teilzeit arbeiten oder sogar ganz pausieren. Für mich ist das eine richtige „Horrorvorstellung“ gewesen.
Wenn man eine Betreuungseinrichtung für Kinder leitet und alles gut organisiert weiss, ist es nicht leicht, von heute auf morgen einfach nicht mehr zu erscheinen und das Gefühl zu haben den kompletten Betrieb quasi „hängen zu lassen“.
Mir ist allerdings schon klar, dass das oft nicht vermeidbar ist und es auch ohne die werdenden Mütter auf der Arbeit weiter geht. Trotzdem war es für mich sehr wichtig, meine Aufgaben und Anliegen gut an meine Vertretung übergeben zu können.
Vor etwa drei Wochen merkte ich, dass es auf der Arbeit langsam sehr anstrengend wurde und mir mein Leistenbruch am Abend schon wesentlich mehr weh tat als noch einige Wochen zuvor. Mein Arzt warnte mich schon einmal vor, dass ich nicht mehr all zu lange arbeiten sollte. Somit hatte ich also noch genügend Zeit (zumindest bis zum nächsten Arztbesuch), meine Vertretung gut einzuarbeiten und die Verantwortung an sie übergeben zu können.
Das eine gut beenden ist aber nur eine Seite der Medaille. Die andere ist der Start in einen vollkommen neuen Alltag mit allerhand unbekannten Variablen:
- Was kommt wohl in näherer Zukunft auf mich zu?
- Wie kann ich meinen neuen Alltag gestalten?
- Wird mir nicht zu Hause furchtbar langweilig sein, bis das Baby kommt ?
- Soll ich schon mal meine hausfraulichen Qualitäten im Kochen und Putzen erproben? Der Mann kommt nach einem schweren Arbeitstag nach Hause, die Wohnung ist gemütlich und das Essen steht bereits auf dem Tisch – na André wäre das nicht wunderbar?
Am Montag hat mich mein Arzt nun tatsächlich krank geschrieben. Auf der Arbeit konnte ich mit einem guten Gefühl gehen und weiss die Einrichtung in guten Händen. Nun bin ich auch froh, dass ich nicht mehr so eingespannt bin und mich mehrmals am Tag einfach hinlegen kann. Vorher stand ich so unter Strom, dass ich gar nicht mehr gemerkt habe, dass ich eigentlich mehr Ruhe brauche.
Das seltsame Gefühl allerdings ist noch nicht verschwunden. Ich denke, das wird auch noch einige Zeit dauern. Schliesslich befinde ich mich gerade in einer Übergangsphase zwischen meiner bekannten Rolle als beruftätige Frau zu meiner noch unbekannten Rolle als Mutter. Und Übergänge sind ja bekanntlich nie so ganz einfach.
von: André am: Montag, 15.02.2010
Für eine längere Zeit raus aus dem Job, damit man sich um das eigene Kind kümmern kann: Perspektive für immer mehr junge Väter, aber in der Schweiz eher schwierig.
Begünstigt durch die Informationen, die man aus anderen Ländern wie Schweden oder auch Deutschland kennt, hat mich der Gedanke einer eigenen Babypause immer wieder beschäftigt. Die Idee selbst z.B. einen Monat aus dem Job auszusteigen und sich anstelle von Esther voll um unser Kind zu kümmern, gefällt mir. Ich fürchte nur, dass es dazu dieses Mal wohl nicht kommen wird, da die Rahmenbedingungen dafür nicht ideal sind.
Auch wenn Männer heute ganz anders in den Prozess der Erziehung involviert sind, als das bei unseren Eltern der Fall war, ist die Rollenverteilung in der Schweiz noch eher klassisch. Kindererziehung und Haushaltsführung liegen schwerpunktmässig meist an den Frauen, und ab zwei Kinder bleiben viele Frauen erst einmal zu Hause. Der Vater auf der anderen Seite erhält bei der Geburt des Kindes in der Regel zwischen 1 und 4 Tage Urlaub. Viele nehmen zusätzlich noch 1 bis 2 Wochen dazu, aber das wars dann auch schon.
Ich empfand es immer als Luxus für eine Frau, die bekannten Prozesse und Abläufe der Berufstätigkeit für einen beschränkten Zeitraum einmal verlassen zu können und den Freiraum zu haben, sich mit einer völlig anderen Thematik beschäftigen zu können.
Für den Mann würde es die Möglichkeit eröffnen, die Entwicklung des Kindes ganz anders wahrzunehmen. Zudem entsteht unweigerlich ein ganz anderes Verständnis für diese Phase der kindlichen Entwicklung. Letztendlich gibt es einem die Möglichkeit sich auch selbst noch einmal in einer neuen Rolle wahrzunehmen.
Was ich sehr spannend finde, ist die Tatsache, dass insbesondere in den skandinavischen Ländern sogar teilweise eine Pflicht besteht, als Mann eine solche Babypause anzunehmen, wenn man keine Einkommensverluste in Kauf nehmen möchte. Dies ist eine diametral andere Voraussetzung als bei uns, wo praktisch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine Babypause für den Mann bestehen.
In Skandinavien sind die gesetzlichen Regelungen klar auf die Umverteilung von Familienarbeit und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen ausgerichtet.
In Schweden erhalten beide Elternteile in der Babypause 80 Prozent ihres Gehaltes, in Norwegen sogar bis zu 100 Prozent. Der Vater erhält zudem zehn Tage Vaterschaftsurlaub und zwei Papamonate.
In Island geht man sogar noch weiter, die Elternzeit wird strikte aufgeteilt. Drei Monate erhält der Vater, drei die Mutter und weitere drei Monate für beide, bei jeweils 80 Prozent des Gehalts. Neun von zehn Vätern nehmen diesen Elternurlaub in Anspruch.
Nur wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen für solche Modelle geschaffen werden, wird eine gesellschaftlich gestützte Änderung in diese Richtung auch hierzulande stattfinden. Ohne gesellschaftlichen Willen dazu geht so etwas jedoch nicht. Deutschland macht gerade einen solchen Veränderungsprozess durch.
Bei uns wird es wohl noch etwas dauern, bis ein solcher Schritt getan wird. Und der Wunsch, nach einer Babypause für den Mann scheitert somit unweigerlich an eintretenden Einkommensverlusten, der Angst vor einem möglichen Karriereknick sowie mangelnder sozialer Akzeptanz.
Wie ist Eure Einstellung zu diesem Thema?
von: Esther am: Mittwoch, 10.02.2010
Dank der beiden netten und hilfreichen Kommentaren und nach weiteren eigenen Überlegungen haben wir uns dann letztendlich für den Wochenendkurs entschieden. Ich will euch jetzt natürlich unsere gemachten Erfahrungen nicht vorenthalten.
Letztendlich hat die Diagnose meines Leistenbruch unsere Entscheidung stark beeinflusst. Ich dachte mir, es sei vielleicht unsinnig, mich wochenlang mit der natürlichen Geburt zu beschäftigen, wenn ich dann am Ende doch einen Kaiserschnitt machen muss. Da aber mein Ziel immer noch eine natürliche Geburt ist, haben wir uns für eine Kurzform der Geburtsvorbereitung entschieden. Mit dem Wissen, dass manche Themen wahrscheinlich zu kurz kommen könnten.
André und ich wurden also am letzen Wochenende recht intensiv in das Thema Geburt eingeführt. Am Samstag kam erstmal die ganze Theorie daran:
- Was mache ich, wenn es losgeht und wie erkenne ich das überhaupt
- Wann komme ich in die Klinik
- Phasen der Geburt
- Welchen Weg muss das Baby zurücklegen, und was muss es dabei alles tun
- Was passiert im Körper der Frau
- etc.
Sonntags wurde es dann richtig spannend! Wir konnten den Vormittag in einem der Gebärsäle verbringen und haben einen richtigen "Probelauf" der verschiedenen Geburtsstellungen gemacht. Ich war das Versuchskaninchen und konnte schon mal ein Gefühl entwickeln, wie es so ist, auf einem Geburtsbett zu liegen und an einem CTG angeschlossen zu sein.
Das war nicht nur für mich aufregend , sondern unser Kleiner im Bauch fand das Ganze wohl auch recht spannend, zumindest war das ganz deutlich an seiner Herzfrequenz zu erkennen. Das CTG misst die Herzfrequenz, Kindsbewegungen und Wehentätigkeit. Wir hatten grad noch etwas Glück und konnten erste Übungswehen sehen.
Das Atmen wurde in der Tat nur ganz kurz behandelt. Die Hebamme vertrat jedoch die Auffassung, dass die Frauen eigentlich ganz von selbst richtig atmen und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann stünden die Hebammen mit Rat und Tat zur Seite. Sie meinte, es könne für die Frauen auch frustrierend sein, die erlernten Techniken in der Schmerzsituation nicht korrekt anwenden zu können.
Für uns war der Kurs die richtige Wahl. Ich fühlte mich danach gut informiert und vor allem bei den Hebammen der Klinik gut aufgehoben. Selbst wenn ich jetzt immer noch nicht alles weiss und üben konnte, kann ich das Ganze jetzt recht entspannt auf mich zukommen lassen, in dem Glauben, dass die Hebammen mir schon sagen werden, was ich wann zu tun oder zu lassen habe.
Ich möchte mich bei euch nochmals ganz herzlich für eure Kommentare zum Beitrag "Die Wahl des Geburtsvorbereitungskurses" bedanken. Sie waren für uns sehr hilfreich. Eure Erfahrungen haben genau die Themen getroffen, über die ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht habe.
Und nun kann ich mich noch auf die beiden bevorstehen Abendkurse Babypflege und Stillvorbereitung freuen, die ebenfalls Bestandteil des Kurses sind!
von: Esther am: Montag, 08.02.2010
Man könnte auch sagen: Es gibt nichts umsonst auf der Welt, selbst um ein Kind zu bekommen muss man so einiges an Leiden in Kauf nehmen.
Glücklicherweise hatte ich im Verlauf meiner Schwangerschaft sehr wenige Beschwerden. Ausser der weit verbreiteten Übelkeit in den ersten 3 Monaten, blieb ich bisher von anderen Unannehmlichkeiten verschont.
Allerdings war ich neulich bei meinem Arzt, um ihm eine Schwellung in der Leistengegend zu zeigen, die da meiner Meinung nach nicht hingehörte. Er verkündete mir, dass ich eine «Leisten-Hernie» hätte. Nach dezentem Nachfragen bekam ich heraus, dass es sich auf Deutsch um einen Leistenbruch handelt. Ich fragte mich natürlich, wie ich denn jetzt zu einem Leistenbruch komme, da ich wirklich darauf geachtet habe nichts Schweres zu heben.
Mein Arzt erklärte mir, dass das einfach durch das Ausdehnen des Bauches kommen kann, genauer gesagt, durch den Druck des wachsenden Gewichts auf die Leiste. Ich solle mir keine Gedanken machen, während der Schwangerschaft könne man sowieso nichts dagegen tun. Nach der Schwangerschaft müsse der Bruch höchstwahrscheinlich operiert werden. Man könne auch einen Kaiserschnitt vornehmen und den Bruch somit gleich bei der Geburt zu beheben. Sozusagen: «Alles in einem Aufwasch!»
Mit diesem Gedanken wollte ich mich allerdings nicht so recht anfreunden, denn eigentlich wollte ich eher eine natürliche Geburt. Jedoch kann man in dieser Hinsicht zwar viel wollen, letztlich muss man es am Ende aber doch so nehmen wie es kommt. Bis zur Geburt kann noch so viel Unvorhergesehenes passieren, so dass am Schluss doch einen Kaiserschnitt notwendig wird.
Ich war dann letzte Woche noch mal bei einem Spezialisten. Mit dem Ergebnis:
- Per se sei ein Leistenbruch kein Grund für einen Kaiserschnitt, es wäre aber tatsächlich eine gute Möglichkeit beides zu verbinden.
- Wenn es keine starke Verschlechterung gibt, dann kann man den Bruch auch 3-4 Monate nach der Geburt «minimalinvasiv» operieren. Seiner Meinung nach würde es auch nichts machen, wenn das Baby dann schon ein bisschen mehr wiegen würde. Es wäre dann immer noch nicht zu schwer um es nach der OP herumtragen zu können.
- Letztendlich kann man es auch erst kurz vor der Geburt entscheiden.
Nun ja, jetzt heisst es wohl abwarten und Tee trinken. Auf jeden Fall kann ich nun doch noch eine Erfahrung mit den lieben Schwangerschaftsbeschwerden machen. Anscheinend kommt man da wohl einfach nicht drum herum!
von: André am: Freitag, 05.02.2010
Wie sich der Körper meiner Frau im Verlauf der Schwangerschaft verändert hat, was ich bisher dabei empfunden habe und was ich vorher erwartet hatte.
Ich als Mann bin im Verlauf der Schwangerschaft zwangsweise immer etwas aussen vor. Zumindest spüre ich selbst keine Veränderung an meinem Körper.
Bei meiner Frau sieht das natürlich ganz anders aus. Esther hat jetzt einen wirklich runden Bauch und mehr Busen.
Anscheinend ist es von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, wie sich der Bauch letztlich entwickelt. Bei meiner Frau geht er eher nach vorne, bei anderen eher in die Breite, manchmal ist er ausgeprägt und manchmal etwas weniger.
Für mich war vor der Schwangerschaft überhaupt nicht klar, wie ich diese Veränderung aus ästhetischer Sicht empfinden würde. Um ehrlich zu sein, hatte ich eher Bedenken – ob mir eine kugelige Frau wirklich gefallen würde.
Die Bilder von Demi Moor hochschwanger kennen wohl einige von euch, und ich muss sagen, ich fand sie auf diesen Bildern nie sonderlich attraktiv.
Aber: Im Verlauf der Schwangerschaft hat sich mein ästhetisches Empfinden offensichtlich geändert. Esthers neue Rundungen haben mir von Anfang an sehr gut gefallen.
Durch den stetig wachsenden Bauch wirkt sie auf mich sehr weiblich.
Seitdem sich das Baby nun immer stärker bewegt, ist mir jedoch auch klar geworden, dass es tatsächlich nicht mehr allein um den Körper meiner Frau geht, sondern dass in ihrem Bauch auch noch jemand zur Untermiete wohnt. Zudem ein Teil von mir.
Ich kann sagen, dass mir die Schönheit einer schwangeren Frau erst zugänglich geworden ist, seit ich selbst den Prozess einer Schwangerschaft miterleben kann.
Man(n) ist halt doch flexibler als gemeinhin behauptet wird.
von: Esther am: Mittwoch, 03.02.2010
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Einrichten des Kinderzimmers zu beginnen?
Wann soll man denn eigentlich mit dem Einrichten des Kinderzimmers beginnen?
Zuerst kann man sich die nicht gerade unberechtigte Frage stellen: Wozu braucht denn ein Baby eigentlich schon sein eigenes Zimmer?
Aber wenn man eben ein Zimmer in der Wohnung übrig hat, dann könnte man es ja tatsächlich auch als Kinderzimmer einrichten, denn später braucht das liebe Kleine ja sowieso eines.
Ausserdem kann ich mich beim Gang durch die vielen schönen Babygeschäfte sowieso kaum in meinem Kaufrausch zügeln.
Also, bei mir stellt sich nicht die Frage „ob“ sondern eher „wann“ wir das Kinderzimmer einrichten sollten.
Wäre da nicht noch die Sache mit dem Aberglauben.
Dieser rät werdenden Eltern massiv davon ab, zu früh Babyartikel jeglicher Art an zu schaffen. Aber fragt man fünf Personen zu diesem Thema bekommt man auch fünf verschieden Auslegungen dieser Aussage. Manche deuten Anschaffen ganz allgemein mit Kaufen, andere sagen, man kann schon kaufen, aber nicht schon in die eigene Wohnung stellen, usw. Und wie definiert sich eigentlich der Ausdruck „zu früh“?
In welcher Woche ist es noch zu früh, und wann dann eher schon zu spät?
André, meinen Mann könnte man prinzipiell als „Jäger und Sammler“ beschreiben. Diese Eigenschaft macht es einem natürlich nicht gerade einfacher, sich in Zurückhaltung zu üben was das Kaufen angeht. Denn egal ob im Internet oder beim Bummeln in der Stadt – es gibt überall Schönes zu Erhaschen!
Wir haben das Ganze für uns jetzt so entschieden, dass wir warten bis unser Kleines eine sehr gute Überlebenschance hat, auch wenn es zu früh auf die Welt kommt!