Ein eigenwilliges Gefühl: Da geht man abends zum Abendessen mit Freunden aus dem Haus und das nächste Mal, wenn man heim kommt, ist man bereits zu dritt!
Die Geburt an sich ist sehr gut verlaufen. Nachdem zunächst die Fruchtblase geplatzt ist, hat es noch 6 Stunden gedauert – und dann war unser Moritz endlich da! Mein Arzt musste zwar am Ende mit der Saugglocke etwas nachhelfen, da Moritz die Nabelschnur mit einer Halskette verwechselt hatte, aber alles in Allem ging es recht schnell und war auch erträglich. Glücklicherweise machte mein Leistenbruch auch keine Schwierigkeiten.
Jetzt waren wir also frisch gebackene Eltern und hatten in den folgenden Tagen genügend Zeit und Gelegenheit, unser Söhnchen kennen zu lernen. Spannend, endlich zu sehen, wer mich da die letzten Monate immer getreten und geboxt hat. André konnte mit mir im Zimmer übernachten und mich somit Tag und Nacht tatkräftig unterstützen.
Nach den Tagen im Krankenhaus hatte ich ein ganz schön mulmiges Gefühl mit André und Moritz nach Hause zu kommen. So ganz auf uns alleine gestellt! Es gingen mir tausend Fragen durch den Kopf:
- Haben wir auch alles vorbereitet?
- Wird er denn in seinem neuen Bettchen gut schlafen können?
- Können wir ihn denn jetzt schon alleine versorgen?
- Wie reagieren die Nachbarn, wenn er nachts vielleicht viel schreit?
- usw.
Die ersten Stunden zu Hause waren für mich wirklich komisch, besser gesagt total unwirklich! Da war auf einmal dieser kleine Moritz bei uns in der Wohnung und nach kürzester Zeit sah unsere Wohnung ganz anders aus und roch auch auf einmal ganz anders. Es dauerte aber nicht lange und ich konnte mir nicht mehr vorstellen, ohne ihn hier zu sein. Nachdem wir schadlos die erste Nacht überstanden hatten, wurden meine Bedenken immer weniger und mit Andrés toller Unterstützung bekommen wir den Kleinen ganz bestimmt geschaukelt!
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