Bauchtrage ist nicht gleich Bauchtrage!

von: Esther am: Dienstag, 16.03.2010

Am letzten Wochenende sind wir noch mal aufgebrochen, um die letzten Besorgungen fürs Babyzimmer zu machen.

Es war ein Marathon durch die Möbelhäuser, und es schien, als hätten sich alle Schwangeren der Welt für dieses Vorhaben verabredet. Umgeben von Bäuchen in den unterschiedlichsten Ausmassen schoben wir uns also mehr oder weniger erfolgreich durch die Gänge.

Zuletzt waren wir dann wieder in einem Babyeinrichtungshaus. Gerade noch rechtzeitig  fiel mir ein, dass ich von meiner Schwester irgendwann eine Babybjörn Tragevorrichtung bekommen habe und gar keine mehr besorgen muss. Ich war heilfroh, mich nach unserem Marathon nicht noch mit der Auswahl einer Tragevorrichtung beschäftigen zu müssen.

Zu Hause angekommen, ging ich gleich auf die Suche nach dieser Trage. Im Keller wurde ich tatsächlich fündig und probierte das gute Stück sofort aus. Besser gesagt, ich probierte es an André aus, denn bei meinem derzeitigen Bauchumfang ist es quasi unmöglich, etwas umzuschnallen. Doch dann beging ich einen „grossen Fehler“! Da wir keine Anleitung mehr für die Trage hatten, ging ich ins Internet, um die verschiedenen Tragemöglichkeiten herauszufinden: Böser Fehler!!!

Nach einer halben Stunde war ich nicht nur reicher an Wissen über die verschiedenen Positionen, in denen man sein Kind im Babybjörn tragen kann. Ich wusste auch, dass die Sitzposition in dieser speziellen Trage speziell für Jungs nicht gerade ideal ist, denn sie können nicht im gewünschten Hüftspreizsitz sitzen. Ausserdem würde das ganze Gewicht auf den Schultern verteilt werden und somit für den Träger nicht gerade bequem sein. Natürlich waren im Netz auch reichlich Ratschläge für bessere Tragemöglichkeiten zu finden. Diese reichten von Tragetüchern, über Ergo Baby Carrier bis hin zur Marsupi Bauchtrage.

Soviel zu: "Toll, wir haben ja bereits einen Babybjörn von meiner Schwester und brauchen uns damit nicht mehr beschäftigen!"

Vielleicht probier ich es dann einfach doch erst mal mit dem altbewährten Tragetuch, da kann man wohl am wenigsten falsch machen, ausser dass man sich eventuell in den vielen Schlaufen und Endstücken total verheddert.

 

Die Rundungen meiner Frau

von: André am: Freitag, 05.02.2010

Wie sich der Körper meiner Frau im Verlauf der Schwangerschaft verändert hat, was ich bisher dabei empfunden habe und was ich vorher erwartet hatte.

Ich als Mann bin im Verlauf der Schwangerschaft zwangsweise immer etwas aussen vor. Zumindest spüre ich selbst keine Veränderung an meinem Körper.

Bei meiner Frau sieht das natürlich ganz anders aus. Esther hat jetzt einen wirklich runden Bauch und mehr Busen.

Anscheinend ist es von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, wie sich der Bauch letztlich entwickelt. Bei meiner Frau geht er eher nach vorne, bei anderen eher in die Breite, manchmal ist er ausgeprägt und manchmal etwas weniger.

Für mich war vor der Schwangerschaft überhaupt nicht klar, wie ich diese Veränderung aus ästhetischer Sicht empfinden würde. Um ehrlich zu sein, hatte ich eher Bedenken – ob mir eine kugelige Frau wirklich gefallen würde.

Die Bilder von Demi Moor hochschwanger kennen wohl einige von euch, und ich muss sagen, ich fand sie auf diesen Bildern nie sonderlich attraktiv.

Aber: Im Verlauf der Schwangerschaft hat sich mein ästhetisches Empfinden offensichtlich geändert. Esthers neue Rundungen haben mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Durch den stetig wachsenden Bauch wirkt sie auf mich sehr weiblich.

Seitdem sich das Baby nun immer stärker bewegt, ist mir jedoch auch klar geworden, dass es tatsächlich nicht mehr allein um den Körper meiner Frau geht, sondern dass in ihrem Bauch auch noch jemand zur Untermiete wohnt. Zudem ein Teil von mir.

Ich kann sagen, dass mir die Schönheit einer schwangeren Frau erst zugänglich geworden ist, seit ich selbst den Prozess einer Schwangerschaft miterleben kann.

Man(n) ist halt doch flexibler als gemeinhin behauptet wird.