Neues Baby- Neuer Kursangebotswahn!

von: Esther am: Samstag, 20.02.2010
Tags: Babykurse

Kurse für die Geburtsvorbereitung, das Stillen, die Babypflege, die Schwangerschaftsgymnastik, Yoga für Schwangere und vieles mehr. Wer denkt, mit der Geburt hat sich das mit dem reichhaltigen Kursangebot erledigt, der darf sich, wie ich vom Gegenteil überzeugen lassen.

Ich weiss zwar nicht so genau, wie ich auf dieses „schmale Brett“ kam, aber ich dachte, man organisiert einen Geburtsvorbereitungskurs und meldet sich eventuell zur Akupunktur an. And that`s it!

Ich habe sogar schon eine Hebamme für nach dem Krankenhaus organisiert und hielt mich damit schon für gut organisiert!

Aber weit gefehlt!

Vor zwei Tagen telefonierte ich mit einer Freundin, die mir dann mitteilte, dass sie sich für die Teilnahme an einem PEKIP Kurs (Prager-Eltern- Kind-Programm) schon lange während der Schwangerschaft angemeldet habe. Und dann könne man sich ja auch noch für die Babymassage, das Babyschwimmen, für Yoga for Baby and me und natürlich für die Rückbildungsgymnastik anmelden.

Allerdings natürlich frühzeitig!

Hier kam mir doch gleich der tolle Fussballspruch in den Sinn:

Nach der WM ist vor der EM!

Somit kann ich mich jetzt freuen eine neue Beschäftigung gefunden zu haben. Nämlich mit dem ganzen Babykursangebot auseinander zu setzen. Überfordern möchte ich unseren Kleinen allerdings auch nicht.

Nach den ersten Wochen des Kennenlernens kann ich mir aber durchaus vorstellen Lust zu verspüren mal mit dem Baby rauszukommen und andere Mütter und Babys kennen zu lernen. Gerade wenn man nicht schon „ewig und drei Tage“ am derzeitigen Wohnort lebt und noch nicht so viele Kontakte hat kann so eine Kursteilnahme eine gute Möglichkeit sein um Kontakte zu knüpfen.

Bin schon gespannt, was für Angebote in unsere Gemeinde zu finden sind!

 

Erfahrungen aus unserem Geburtsvorbereitungskurs

von: Esther am: Mittwoch, 10.02.2010
Tags: ErfahrungenGeburtKursThemen

Dank der beiden netten und hilfreichen Kommentaren und nach weiteren eigenen Überlegungen haben wir uns dann letztendlich für den Wochenendkurs entschieden. Ich will euch jetzt natürlich unsere gemachten Erfahrungen nicht vorenthalten.

Letztendlich hat die Diagnose meines Leistenbruch unsere Entscheidung stark beeinflusst. Ich dachte mir, es sei vielleicht unsinnig, mich wochenlang mit der natürlichen Geburt zu beschäftigen, wenn ich dann am Ende doch einen Kaiserschnitt machen muss. Da aber mein Ziel immer noch eine natürliche Geburt ist, haben wir uns für eine Kurzform der Geburtsvorbereitung entschieden. Mit dem Wissen, dass manche Themen wahrscheinlich zu kurz kommen könnten.

André und ich wurden also am letzen Wochenende recht intensiv in das Thema Geburt eingeführt. Am Samstag kam erstmal die ganze Theorie daran:

  • Was mache ich, wenn es losgeht und wie erkenne ich das überhaupt
  • Wann komme ich in die Klinik
  • Phasen der Geburt
  • Welchen Weg muss das Baby zurücklegen, und was muss es dabei alles tun
  • Was passiert im Körper der Frau
  • etc.

Sonntags wurde es dann richtig spannend! Wir konnten den Vormittag in einem der Gebärsäle verbringen und   haben einen richtigen "Probelauf" der verschiedenen Geburtsstellungen gemacht. Ich war das Versuchskaninchen und konnte schon mal ein Gefühl entwickeln, wie es so ist, auf einem Geburtsbett zu liegen und an einem CTG angeschlossen zu sein.

Das war nicht nur für mich aufregend , sondern unser Kleiner im Bauch fand das Ganze wohl auch recht spannend, zumindest war das ganz deutlich an seiner Herzfrequenz zu erkennen. Das CTG misst die Herzfrequenz, Kindsbewegungen und Wehentätigkeit. Wir hatten grad noch etwas Glück und konnten erste Übungswehen sehen.

Das Atmen wurde in der Tat nur ganz kurz behandelt. Die Hebamme vertrat jedoch die Auffassung, dass die Frauen eigentlich ganz von selbst richtig atmen und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann stünden die Hebammen mit Rat und Tat zur Seite. Sie meinte, es könne für die Frauen auch frustrierend sein, die erlernten Techniken in der Schmerzsituation nicht korrekt anwenden zu können.

Für uns war der Kurs die richtige Wahl. Ich fühlte mich danach gut informiert und vor allem bei den Hebammen der Klinik gut aufgehoben. Selbst wenn ich jetzt immer noch nicht alles weiss und üben konnte, kann ich das Ganze jetzt recht entspannt auf mich zukommen lassen, in dem Glauben, dass die Hebammen mir schon sagen werden, was ich wann zu tun oder zu lassen habe.

Ich möchte mich bei euch nochmals ganz herzlich für eure Kommentare zum Beitrag "Die Wahl des Geburtsvorbereitungskurses" bedanken. Sie waren für uns sehr hilfreich. Eure Erfahrungen haben genau die Themen getroffen, über die ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht habe.

Und nun kann ich mich noch auf die beiden bevorstehen Abendkurse Babypflege und Stillvorbereitung freuen, die ebenfalls Bestandteil des Kurses sind!

Die Wahl des Geburtsvorbereitungskurses

von: Esther Zeiger am: Samstag, 30.01.2010

Welcher Kurs ist der richtige für mich: Wochenendkurs oder lieber einzelne Lektionen über mehrere Wochen?

Nachdem wir uns für eine Klinik für die Entbindung entschieden hatten, habe ich auch gleich ein ganzes Büchlein mit einem umfangreichen Kursangebot zugesandt bekommen. Mein Arzt hat mir empfohlen, mich frühzeitig für einen Geburtsvorbereitungskurs anzumelden, am besten in der Klinik in der ich auch entbinden möchte. Zwecks besserem Kennenlernen der Räumlichkeiten und natürlich auch der Hebammen. Allerdings ist wohl Kurs nicht gleich Kurs, denn man kann zwischen einem Wochenendkurs und einzelnen Lektionen über mehrere Wochen hinweg wählen. Zusätzlich gibt es auch noch Kurse zur Vorbereitung des geplanten Kaiserschnitts – wobei man allerdings bei frühzeitiger Anmeldung noch gar nicht wissen kann, ob ein Kaiserschnitt notwendig sein wird oder nicht.

Ich fragte mich also: Bin ich nun eher der «Kurz-und-knackig-Typ» oder will ich mich über längere Zeit auf das Geburtserlebnis vorbereiten? Was ist, wenn das Kind zu früh kommt und ich den langen Kurs gar nicht abschliessen kann und die wichtigsten Lektionen verpasse? Oder der Wochenendkurs so schnell vorbei ist, dass mir viele wichtige Fragen erst später einfallen, die ich dann gar nicht mehr stellen kann? Will ich meinen Partner den ganzen Kurs dabei haben, wie es beim Wochenendkurs der Fall ist, oder soll er nur vereinzelt zu manchen Lektionen mitkommen?

Wie habt ihr euch entschieden?