von: André am: Sonntag, 21.02.2010
Was mich momentan bewegt ist die Frage, wie das nun mit meiner Freizeit so werden wird, oder besser gesagt, ob es so etwas in Zukunft überhaupt noch geben wird.
Von vielen Seiten hört man ja, dass es nach der Geburt damit komplett vorbei sein soll. Irgendwie will ich das noch nicht so recht glauben. Ich bin viel mehr davon überzeugt, dass sich die Schwerpunkte schlicht verschieben werden und dass das Ganze auch eine Sache der Planung ist. Wie sagt der Volksmund so schön, es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
Aber mich beschäftigen nicht nur meine Freiräume, sondern auch, wie sich das Privatleben zwischen Esther und mir als Paar entwickeln wird. Wie sieht es mit Essen gehen, Kino oder Tanzen aus? Und wie wird sich die Sexualität entwickeln, welchen Einfluss wird das Kind auf unsere sexuelle Beziehung haben?
Vor kurzem hatten wir ja den Geburtsvorbereitungskurs, und was ich in diesem Zusammenhang sehr spannend fand, war die Aussage der Hebamme, dass man diese Aspekte der Beziehung nicht vernachlässigen sollte. Sie meinte, dass es das wichtigste in der oft belastenden Zeit nach der Geburt sei, miteinander zu reden. Die Wünsche und Bedürfnisse sollten den Partnern bewusst werden, so dass man soweit wie möglich darauf eingehen kann.
Männer – mich eingeschlossen – haben ja zudem oft auch ein bisschen Angst davor, durch die Geburt könnte das sexuelle Erlebnis beeinträchtigt werden. Die Hebamme meinte dazu, dass sie die Männer nach der Geburt immer dazu anhalte, sich den Schambereich ihrer Frau anzusehen, um sich zu überzeugen, dass alles noch ganz normal geblieben ist. Erfrischend, dass so etwas in dem Kurs thematisiert wurde.
Ein Kind bringt für die Beziehung auf jeden Fall viele Veränderungen mit sich, so dass man Themen wie Freiräume und Sexualität aktiv besprechen sollte, um die Veränderungen so weit wie möglich in das Leben integrieren zu können.
In ein paar Wochen wissen wir in diesem Zusammenhang auf jeden Fall auch mehr.