von: André am: Donnerstag, 04.03.2010
Mit dem Papawerden kommt ein Abschnitt auf uns Männer zu, bei dem die eigenen Konsumvorlieben wohl nicht mehr ganz im Zentrum stehen werden. Doch was ist mit dem von vielen heiss geliebten Auto?
Von nun an stehen erst einmal Dinge wie Zimmereinrichtung, Fieberthermometer, Brustpumpen und vieles mehr auf der Liste der anzuschaffenden Gegenstände. Nicht unbedingt die klassischen Vorlieben von uns Männern.
Aber ist das nun alles, was uns bleibt? Nein, eine letzte Leidenschaft bleibt uns erhalten, das Automobil.
Wenn man ein Kind erwartet, benötigt man ein Auto mit mindestens vier Sitzen und möglichst viel Stauraum. Da unser altes Auto keines dieser Kriterien erfüllt, musste ein neues Auto her.
Freunde von uns sind in der Familienplanung noch einen Schritt weiter. Wenn man das dritte Kind erwartet, darf man sich langsam mit Autos beschäftigen, die fünf oder mehr Sitze bieten.
Die Autoindustrie hat diese Situation erkannt, mit einer schier endlosen Zahl an familientauglichen Modellen, Gadgets und Ausstattungsdetails wird unsere Technikbegeisterung schamlos ausgenutzt.
So haben Freunde von uns jetzt ein neues Auto mit Head-Up-Display, einer Technologie bei der z.B. die Geschwindigkeit oder der Abstand des vorfahrenden Autos auf die Windschutzscheibe projiziert wird. So etwas gab es früher nur in Kampfjets – und jetzt auch für den automobilen Vater.
Das Gute an der ganzen Sache ist, dass die Frauen uns bei der notwendigen Wahl des Autos relativ viele Freiräume zugestehen, solange Themen wie Sicherheit und ausreichend Platz nicht zu kurz kommen. Wenn es um Rechtfertigungen geht, ist ein Argument wie Isofix immer sehr hilfreich.
Schöne neue Männerwelt, so können wir weitestgehend ungesühnt unseren Konsumgelüsten fröhnen.
Doch habt Acht, in Zukunft gibt es noch jemanden mehr, der Mitsprache einfodern wird. Anfangen wird das mit Dingen wie DVD und Spielkonsole im Auto und enden – glücklicherweise noch in weiter Ferne – mit dem Wunsch nach einem eigenen Auto.