Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

von: André Zeiger am: Mittwoch, 27.01.2010

Im Verlauf der Schwangerschaft meiner Frau habe ich mir schon ein paar Mal die Frage gestellt, wie ähnlich einem das eigene Kind denn letztlich sein wird? Welche Wesenszüge man selbst wieder findet, welche Parallelen andere sehen werden.

Eine oft verwendete Aussage lautet: «Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm».

Gestern grad ist mir das Sprichwort durch den Kopf gegangen, und ich finde diese Analogie eigentlich recht schön.

Für mich war die Entscheidung, Kinder zu bekommen auch immer verbunden mit der Idee, etwas von mir selbst und meinen Überzeugungen weiter zu geben.

Ich bin sehr gespannt, was ich bei meinem Kind von mir entdecken werde und welche Dinge, die mir selbst wichtig sind, ich weitergegeben kann.

Oft sagt man ja auch, dass sich Kinder mit ihren Eltern in den Bereichen nicht so gut verstehen, in denen sie sich am ähnlichsten sind. 

Hier wird bestimmt die eine oder andere Überraschungen noch auf mich zukommen.

Wie viel von dem nun genetisch vorgegeben ist, und wie viel man durch seine Erziehung verursacht, werde wohl auch ich als Vater nicht klären können. Ich bin davon überzeugt, dass vieles später hinzu kommt, aber wie im Artikel von «wir eltern» zum Thema pränatale Prägung ausgeführt, fängt die Prägung eigentlich extrem früh an. Trotzdem möchte ich mich deswegen nicht allzu sehr stressen. Wichtig ist mir, unser Kind nicht zu stark zu lenken sondern ihm Freiräume zu schaffen, um eine positive Entwicklung zu fördern, aber auch nicht mehr.

Wenn man an seine eigene Kindheit zurückdenkt, dann fallen den meisten Menschen wohl viele positive als auch negative Aspekte der eigenen Erziehung ein. Vieles würde man wahrscheinlich anders machen.

Gespannt bin ich nun darauf, welche Fehler ich selbst machen werde. Aber Fehler haben ja auch immer eine positive Seite, zumindest wenn man daraus lernt.

Oder etwa nicht?